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Geht der Büroflächenbedarf wirklich zurück?
Das Thema Homeoffice hat mächtig an Dynamik gewonnen. Viele rechnen damit, dass das mobile Arbeiten künftig einen deutlich größeren Stellenwert haben wird – und der Büroflächenbedarf in dem Zuge deutlich sinken könnte. Doch wird es wirklich so kommen? Drei Pro- und drei Contra-Argumente.

Zukunft der Büroimmobilien

Das spricht für einen geringeren Büroflächenbedarf

Firmen sparen Büromiete: Die während der Pandemie neu entdeckte Mobilität des Arbeitens erlaubt es Unternehmen, mit weniger Bürofläche pro Kopf zu kalkulieren und somit Mietkosten zu sparen. Die Reduzierung dieses Fixkostenpunkts ist für viele Firmen ein starker Anreiz, ihren Mitarbeiter*innen ein Mehr an Homeoffice zu ermöglichen und tatsächlich Büroflächen aufzugeben. Gerade die Erfahrung mit der Coronakrise hat dies deutlich gemacht – je geringer die Fixkosten, umso flexibler und resistenter ist man auch während wirtschaftlich schwierigerer Zeiten.

Die Mitarbeiter*innen wünschen sich mehr Homeoffice: Eine Umfrage aus dem September 2020 von der IG Metall hat ergeben, dass mehr als drei Viertel der Arbeitnehmer*innen auch künftig zumindest teilweise im Homeoffice arbeiten wollen. Elf Prozent der Befragten wollen sogar dauerhaft von zu Hause aus arbeiten. Wenn Unternehmen also Büroflächen einsparen wollen und dafür attraktive Homeoffice-Optionen ermöglichen, dürfte das auf Seiten der Arbeitnehmer*innen kaum auf Widerstand treffen.

Es funktioniert: Für viele Unternehmen war die Situation während der Corona-Kontakteinschränkungen eine richtiggehende Offenbarung: Homeoffice funktioniert! Die Arbeitnehmer*innen leisten tatsächlich nicht weniger als im Büro selbst, und auch die firmeninternen und externen Abstimmungen über Calls und Video-Calls gelangen überraschend gut. Eine Reduktion der Büroflächen würde daher kaum mit einer Reduktion der Leistungsfähigkeit des Unternehmens einhergehen.

Das spricht gegen einen geringeren Büroflächenbedarf 

Woher kommt die dann benötigte Wohnfläche? Die bereits erwähnte Umfrage aus dem September 2020 unter Arbeitnehmer*innen hat außerdem ergeben, dass knapp die Hälfte der befragten Beschäftigten zu Hause keinen abgetrennten Arbeitsbereich hat. Nun kann man zwar kurzfristig auch mal am Küchentisch arbeiten. Langfristig ist das jedoch keine Lösung. Wenn Büroplätze abgebaut werden, weil sich der Arbeitsplatz dauerhaft nach Hause verlagern soll, braucht es dort ein Arbeitszimmer – und das heißt in vielen Fällen zusätzliche Wohnfläche. Wie Beschäftigte und Unternehmen dieses Problem lösen sollen, ist noch völlig offen.

Mehr Homeoffice heißt nicht automatisch weniger Bürofläche: Auch wenn weniger Mitarbeiter*innen gleichzeitig im Büro sind, muss das nicht zwingend mit dem Abbau von Bürofläche einhergehen. Das Großraumbüro etwa, in dem sich viele Beschäftigte auf wenig Fläche konzentrieren, hat im Zuge der Coronakrise an Attraktivität deutlich verloren. Mehr Abstand und ein größeres Platzbedürfnis könnten den Flächenverbrauch pro Kopf erhöhen. Außerdem sei hier noch einmal auf die bereits erwähnte Umfrage hingewiesen: 78 Prozent wünschen sich zwar, teilweise im Homeoffice arbeiten zu können. Die Betonung liegt jedoch auf teilweise. Die Möglichkeit der Büroarbeit ist nach wie vor vielen wichtig, und dafür müssen Büroarbeitsplätze vorgehalten werden.

Unternehmen müssten Kontrolle abgeben: Natürlich hat die intensive Homeoffice-Phase während der ersten Pandemie-Monate gut funktioniert. Und doch sind bereits sehr viele Unternehmen vollständig oder teilweise ins Büro zurückgekehrt. Die Präsenzkultur in Deutschland ist nach wie vor stark ausgeprägt. Im Homeoffice lassen sich Arbeitnehmer*innen und deren geleistete Arbeit eben wesentlich schlechter kontrollieren als im Büro – und aufgrund des strengen Datenschutzes wird dies auch so bleiben. Ob sich die Firmenkultur wirklich nachhaltig ändert, bleibt abzuwarten.



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