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Markt & Zahlen

-47,4% Wohnungen in Berlin
Ja, durch die Pandemie ist der Transaktionsmarkt zwischenzeitlich zum Stillstand gekommen – hinsichtlich der Preise und der Aussichten hat die Coronakrise dem Wohnungsmarkt bislang aber kaum geschadet. Den größeren Einfluss hat aktuell die Wohnungspolitik.

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Viel ist zu Beginn der Coronakrise von sinkenden Wohnungspreisen geschrieben worden, es wurden regelrechte Einbrüche prognostiziert und von manchen vielleicht sogar herbeigesehnt. Ein Preisrückgang um ein Viertel schien im Bereich des Möglichen. Und tatsächlich ließen sich im ersten Halbjahr 2020 in Berlin Mehrfamilienhäuser bis zu 30 Prozent günstiger einkaufen als zuvor – doch das lag mitnichten an Corona.

Gegenüber dem Virus zeigt sich der deutsche Wohnungsmarkt (bisher) erstaunlich robust, vor allem im Vergleich zu anderen Assetklassen schneidet das Wohnen in dieser einzigartigen Krise sehr gut ab. Die Transaktionen gingen zwischendurch kräftig zurück, die Preise aber blieben stabil, die Aussichten sind weiter gut. Größere Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt hat aktuell hingegen die Politik.

Mietendeckel verändert Investitionsdynamik in Berlin
Der angesprochene 30-Prozent-Rabatt in Berlin war nämlich nicht die Folge der Pandemie, sondern des 2019 angekündigten und im Februar 2020 in Kraft getretenen Mietendeckels. Durch den Mietendeckel ist Vermieten in Berlin – zumindest kurzfristig – unrentabler geworden, das hat – zumindest kurzfristig – die Preise für Anlageobjekte in der Bundeshauptstadt gedrückt. Eine aktuelle Analyse von Immoscout24 für die Wirtschaftswoche zeigt, dass innerhalb eines Jahres 25 % weniger Mietwohnungen in Berlin angeboten werden, bei Wohnungen mit Baujahr vor 2014 sind es sogar 47,4 %. Der Mietendeckel hat die gesamte Investitionsdynamik in Berlin verändert.

Umwandlungsverbot hätte Folgen für den Wohnungsmarkt
Das Beispiel Berlin zeigt, welche durchschlagende Wirkung Wohnungspolitik tatsächlich haben kann. Weil der Mietendeckel, dessen zweifelhafte Verfassungsmäßigkeit gerade vom Bundesverfassungsgericht geprüft wird, auch in anderen Bundesländern und sogar im Bund zur Debatte steht, könnte sich diese durchschlagende Wirkung künftig noch auf weitere Regionen in Deutschland erstrecken. Ebenfalls in der Verlosung steht derzeit ein Bundesgesetz hinsichtlich der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen, das in der Praxis einem Umwandlungsverbot in vielen Gebieten gleichkäme. Auch das hätte wahrscheinlich wesentliche Folgen für die weitere Entwicklung des Wohnungsmarkts.

Fazit

Was sagt uns das? Auf die besondere Robustheit des Wohnungssegments in Krisen aufmerksam zu machen, wie das im Fall der Coronakrise geschehen ist, ist zwar richtig. Das sollte aber nicht zu einem Gefühl der Unverwundbarkeit führen, sodass andere, zum Beispiel politische, Risiken unterschätzt werden.



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